Dienstag, 21. September 2010

Rezept: Yaki-Gyoza (jap. gebratene Teigtaschen) mit Dip

Beim Zubereiten der Brot-Gyoza hatte ich so richtig Appetit auf Yaki-Gyoza bekommen. Da musste ich sie unbedingt machen. Diese gebratenen japanischen Teigtaschen mit einer Fleischfüllung sind sehr lecker. Und sind mit ein bisschen Übung, auch leicht zu machen. Ich habe den Teig für die Gyoza selber gemacht. Man kann natürlich auch fertigen Teig kaufen. Es gibt ihn in gut sortierten Asia-Läden bei der Tiefkühlware. Ich habe jetzt zum ersten Mal eine Packung Fertig-Teig gekauft, um zu schauen, wie er so ist. Er lässt sich auf jeden Fall besser falten, aber besser schmecken tut der selbstgemachte Teig. Dieser ist aber recht zeitaufwendig. Doch wer keinen Asia-Laden in seiner Nähe hat oder einfach gerne den Teig selbstmachen möchte, der kann das Rezept für den Teig ausprobieren.


Man braucht für den Teig (ergibt ca. 30 Gyoza):
230 g Weizenmehl (Typ 550)
150 ml Wasser
Prise Salz
zusätzliches Mehl zum Ausrollen
Aus den Zutaten knetet man einen glatten, nicht klebenden Teig. Bei Bedarf Mehl hinzugeben. Den Teig zugedeckt 30 Min. ruhen lassen.
Danach in ca. 30 Stücke ( à 10 g ungefähr) teilen.  
Jede Kugel Teig einzelnd auf einer bemehlten Fläche zu einem Kreis mit einem Durchmesser von ca. 8 cm dünn ausrollen.
Für die Fleischfüllung braucht man (reicht für ca. 30 Gyoza):
120 g Schweine-Hack
  60 g Weisskohl, fein gehackt
  1/2  kleine Zwiebel, fein gehackt
   2 Stangen Frühlingszwiebeln, gehackt
 1 Knoblauchzehe, gepresst
 1 Teel. Ingwer, gerieben
je 1 Eßl. Speisestärke, Sherry
je 1/2 Eßl. Sojasauce, Sesamöl
je eine Prise Salz, Zucker und Pfeffer
Die Zutaten für die Fleischfüllung gut vermengen.

Zum Falten nimmt man einen Gyoza-Teig in die Hand und gibt einen Teelöffel Füllung darauf. Danach den Rand mit etwas Wasser befeuchten.
Da ich nicht fotografieren und Gyoza-Falten gleichzeitig machen kann, habe ich das Gyoza zum Fotografieren aus der Hand gelegt. Sonst legt man es beim Falten nicht ab.
Zuerst werden die gegenüberliegenden Seiten zueinandergeklappt und in der Mitte zusammengedrückt.
Dann die rechte Seite mit 3 Falten schließen. Dabei erhält nur die Vorderseite Falten. (Habe jetzt glatt das Foto von hinten vergessen)
Jetzt noch die linke Seite mit weiteren 3 Falten schließen. Fertig ist das Gyoza! Es ist ein bisschen schwer zu erklären. Ich hoffe, dass man es versteht ;)
Dieses Gyoza wurde mit Fertig-Teig gemacht.

Diese Gyoza sind mit dem selbstgemachten Teig gemacht worden und auch etwas anders gefaltet. Ich finde die obere Methode einfacher. Da der Teig etwas schwieriger zu handhaben ist, sind diese Gyoza nicht so gleichmäßig geworden.
In einer geölten Pfanne die Gyoza bei mittlerer Hitze von der Unterseite anbraten, so daß sie eine schöne braune Farbe annehmen. 
Dann gießt man 50 ml Wasser hinzu und deckt die Pfanne sofort mit einem Deckel ab. Nun die Gyoza ca. 5 Min. dämpfen lassen bis das Wasser verdunstet ist. 
Den Deckel abnehmen und die Teigtaschen noch ein bisschen von der Unterseite knusprig werden lassen.








Für den Dip braucht man:
je 2 Eßl. Reisessig, Soja-Sauce und ein paar Tropfen Sesamöl
Man kann diesen Dip noch variieren mit z.B.:
- Chili-Öl
- Ingwer, fein gerieben
- Knoblauch, gepresst 

Tipp:
- Anstatt Hackfleisch kann man auch gekrümelten, gut abgetropften Tofu verwenden, um vegetarische Gyoza zu machen.

24 comments

21. September 2010 10:37

Huhu! Jetzt wo ich deine Gyoza so sehe, bekomme ich auch direkt Lust auf welche. :) Probier mal den Heißwasserteig bei Gelegenheit, den finde ich besser als "normalen", die Konsistenz ist meiner Meinung nach schöner. Und man muss nicht so lange kneten. ;) Rezept ist hier.

21. September 2010 10:57

Hi Evi,

den Heißwasserteig kenne ich auch, aber für Gyoza habe, glaube ich, ich nur diesen Teig gefunden. Aber Teigtaschen gibt es ja viele verschiedene. Die Chinesischen mache ich mit Heißwasserteig. Und die sind so ähnlich wie in deinem Rezept. Schmecken tun sie aber alle ;D

21. September 2010 13:09

oooo... they looked sooo yummy!!
But I am too lazy to make any! :P

22. September 2010 16:27

Gyoza are always yummy. We all love them but it really take a bit of time making them, especially when you make the dough yourself too....

27. September 2010 09:43

Ich mag den Heißwasserteig halt, weil er so stress- und zickenfrei ist. ;) Ich mach den mittlerweile sogar für Vollkornteigtaschen, da muss man nur aufpassen, weil die schneller reißen, wenn man ihn zu dünn ausrollt.

21. Juli 2011 19:30

Booahr waren die lecker!!!!
Meine ersten Gyoza und dank deinem Rezept ist alles aufgegangen.
Statt Kohl hatte ich nur Karotten genommen.
2 sind satt geworden und es hat ungefähr 1h20min gedauert, da ich beim Ausrollen hilfe hatte. Ich denke man könnte das wohl noch beschleunigen, wenn man eine Platte ausrollt und dann etwas in der richtigen Größe zum Ausstechen hat.
Das war ganz ganz sicher nicht das letzte Mal...

27. Juli 2011 12:58

@Viola: Freut mich sehr, dass euch die Gyozas gemundet haben!
Das mit dem Ausrollen kann man auch machen. Ich habe es auch mal mit der Nudelmaschine ausgerollt, geht auch. Aber dann muss man die Reste wieder zusammenkneten und eine zeitlang ruhen lassen, damit sich der Teig wieder ausrollen lässt.
Irgendwie bekomme ich jetzt wieder Lust auf Gyozas ;)

14. November 2011 12:42

Endlich konnte ich dieses Rezept mal unters Volk bringen (haben Gyoza-Former in den Shop bekommen und dieses Rezept verlinkt). Falls Du einen als Honorar willst: mail an uns!

14. November 2011 22:03

Hallo Simone,

Danke fürs Verlinken :)

LG
charsiubau

23. Dezember 2011 22:17

Ich habe den Teig nch deinem Rezept gemacht, hatte aber Schwierigkeiten ihn zu verarbeiten.
Beim Ausrollen zog er sich immer wieder zusammen und beim Falten war er so elastisch, dass ich die Falten kaum hinbekommen habe. Was könnte ich falsch gemacht haben? Kann es dran liegen, dass ich ihn etwas länger habe ruhen lassen?

Ansonsten war der Geschmack astrein ;) Danke für das Rezept!

29. Dezember 2011 15:47

Hallo,

Ich habe deine Gyoza in einer etwas abgewandelten Form nachgekocht und verbloggt. Danke für das Rezept! ;)

Liebe Grüße
Nadja

3. Januar 2012 21:10

@Evi: Da habe ich doch glatt deinen Kommentar übersehen, sorry!
Der selbstgemachte Gyoza-Teig ist in der Tat schwieriger zu falten, da er weicher ist. Aber ausrollen sollte er sich eigentlich gut, auch noch längerer Ruhephase.
Ehrlich gesagt, kaufe ich jetzt auch den Teig, denn so kann man sich öfter ohne viel Mühe ein paar Gyoza machen ;)

@Nadja: Deine Variante sieht auch lecker aus!

12. März 2012 14:19

Ich liebe deine Seite, die Rezepte, Bilder usw. Das ist wirklich alles wahnsinnig schön gestaltet und zubereitet. Ich hätte eine Frage die wohl etwas spezieller ist aber vielleicht kannst du mr ja helfen. Gibt es in der japanischen Küche nicht auch viele Rezepte die ohne Weizenmehl auskommen? Ich leide nämlich an einer Glutenintoleranz ( vertrage aber Reismehl)und dachte mir, vielleicht wüsstest du da Alternativen. Glg

19. März 2012 14:27

@9 Million Butterflys Hallo, danke für deinen lieben Kommentar :)
Also mit glutenfreien japanischen Rezepten habe ich mich noch nicht beschäftigt. Aber wenn es so einfache Gerichte sind, die gebraten oder gedünstet werden, dann sind sie meist glutenfrei. Leider kenne ich kein Gyoza-Rezept, dass glutenfrei ist. Aber aus der chinesischen Küche gibt es einige gedämpfte Teigtaschen-Rezepte, die nicht aus Weizenmehl bestehen, sondern aus Reismehl. Was suchst du denn für Rezepte? Ich kann ja vielleicht für dich mal rumschauen!

LG
charsiubau

19. März 2012 16:00

Danke erstmals für deine liebe, rasche Antwort. Grundsätzlich bin ich ein totaler Kochfreak- im Speziellen eben Japanische/Chinesische Küche. Nur leider ist bei den Nudeln und Teiftaschen, oft Weizenmehl zugesetzt.Und klar, das Gluten ist ja das Klebereiweiß- das für die Bindung sorgt.Ich wäre über jedes Rezept dankbar, denn deine Bentos sind wahre Kunstwerke die ich immer wieder bestaune- ich glaub das wird eine neue Leidenschaft.

2. Juni 2012 10:48

Hi Charsiubau!

Kann man die Teigtaschen auch mit Reispapier machen? Ich hab davon nämlich eine ganze Packung :)

12. Juni 2012 11:31

@Pika98 Hallo Pika98, ich denke nicht, dass man mit Reispapier Gyozas machen kann, aber man kann bestimmt andere Sachen damit machen. Ich habe bis jetzt Reispapier nur für vietnamesische frische Sommerrollen verwendet.

12. Juni 2012 20:11

Ich habe den Großteil für Frühlingsrollen verwendet :) Es war ziemlich aufwendig (3h in der Küche :D, aber trotzdem sehr lecker ;) Die Gyoza will ich schon immer machen, ich komme aber nie dazu. Aber dieses Jahr noch XD sind sie dran!!!

16. Oktober 2012 16:53

Hallo charsiubau,

habe gerade einen Kochflash =)
Eben die Teigtaschen gemacht, allerdings rein gemüsig gefüllt:
Tomate, Kräutersaitling, Möhre, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Ingwer. Alles schön kleingeschnippelt, den Ingwer was größer gelassen. Die Formerei war ein ziemlicher Akt, da brauch ich wohl noch Übung drin, bis die so hübsch aussehen wie bei dir, aber das Ergebnis ist soooo lecker!

Weitere Verwendungsmöglichkeit für den Dip ist übrigens, ihn über obiges Gemüse zu geben, wenn man es aus der Pfanne geholt hat (hatte noch Füllung übrig, weil ich nur die Hälfte des Teigs gemacht habe), und das ganze dann mit Curryketchup zu mischen. Klingt abgefahren - schmeckt auch so, aber yummmmy!

Da fällt mir ein, dass ich die Tage noch das Käsekuchenmuffin-Rezept auf meinen Blog stellen wollte - ist auch super bentogeeignet!

23. Oktober 2012 19:51

@Svenjaheheheeh...ich sage immer:"Hauptsache es schmeckt!" Ich mache auch gerne mal solche Sachen, um frische Lebensmittelreste zu verwenden bevor sie verderben und dann kommt auch so etwas ähnliches dabei raus ;)

23. September 2013 13:15

Ich habe dieses Rezept ausprobiert und bin total begeistert!! Es hat total super geschmeckt! Das einzige ist, dass ich Hackfleisch nicht mag, also habe ich es einfach weggelassen! Ich fand es sehr lecker und habe es gleich in mein selbst gemachtes Rezeptebuch geschrieben! Das werde ich sicher noch öfters machen!

Danke fürs teilen!
Kitty

28. September 2013 18:19

@kithyuk Es freut mich, dass es dir geschmeckt hat. Gyoza gehen immer ;)

Wenn du Tofu magst, kann du ihn krümeln und statt Hackfleisch verwenden. Schmeckt auch lecker! Jetzt habe ich aber Hunger ;)

Anonym
6. November 2013 23:23

Hast du schon mal probiert sie einzufrieren?
bzw meinst du das sie sich dafür eignen?

Liebe Grüße

8. November 2013 22:30

@Anonym Ja, die Gyoza kann man gut einfrieren. Einfach ungebraten einfrieren. Dazu die Gyoza am besten auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech oder metallene Auflaufform legen und ab damit in die TK-Truhe. Wenn sie nach einer Weile fest geworden sind, kannst du sie vorsichtig in eine Frischhaltedose oder Gefriertüte geben. So sollten sie eine Weile halten.

Probier es einfach mal aus :)

LG
charsiubau

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