Sonntag, 12. Dezember 2010

Rezept: Karē Raisu (jap. Curry mit Reis)

Auch Japan hat seine eigene Curry-Version. Ich habe schon viele verschiedene Curry-Arten gegessen und gekocht, und jedes hat seinen eigenen besonderen Geschmack. Das Japanische schmeckt mir auch sehr gut. Selbst meine Kinder essen es gerne. Und es ist ein Curry, das auch mild sehr lecker ist. Ich mag sonst Curry, was eine schöne Schärfe hat, sprich geniessbar ;)
Es gibt Fertigprodukte für japanisches Curry in Folien-Tüten und auch Produkte, Brühwürfeln ähnlich, aus denen man eine Curry-Sauce kochen kann. Aber da ich solche Produkte meiden möchte, habe ich nach einem Rezept gesucht, in dem so etwas nicht verwendet wird. Mit ein bisschen Ausprobieren ist dann das folgende Rezept entstanden. Ich koche immer einen riesigen Topf davon, wovon ich etwas einfriere für spätere Mahlzeiten. Auch für Gerichte wie z.B. Karē-Udon (Curry-Suppe mit Udon-Nudeln) und Karē-Pan (mit Curry gefülltes fritiertes Brötchen) braucht man japanisches Curry. Diese Rezepte stelle ich später auch noch vor.

Für einen großen Topf Curry braucht man (ich habe einen 8-Liter-Topf verwendet, ergibt 8-10 Portionen):
300ml Apfelsaft
1000ml Brühe, heiss
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
1/2-1 Eßl. Garam Masala (bekommt man in Asia-Shops bei den Gewürzen)
4 Teel. Salz
1 geriebenen Apfel
3-5 Eßl. Currypulver (Sorte frei wählbar, ich habe mildes genommen, damit die Kinder es mitessen können; mit wenig anfangen und immer wieder abschmecken)
900g Fleischwürfel (ich habe Rindergulasch benutzt)
1100g Kartoffeln
je 1 Eßl. gehackten Knoblauch und geriebenen Ingwer
30g Weizenmehl
700g Karotten
700g Zwiebeln

Als erstes in einer großen Pfanne die Zwiebeln andünsten, dann den Knoblauch und Ingwer hinzufügen. Weiterbraten bis die Zwiebeln glasig sind.
Nun das Curry-Pulver und das Mehl hinzufügen und etwas verrühren.
Langsam mit der heissen Brühe ablöschen, dabei kontinuierlich rühren bis die Sauce eindickt. Das Garam Masala und den Salz dazugeben und alles kurz köcheln lassen.
In einem großen Topf Öl erhitzen und die Fleischwürfel darin gut anbraten. Dann die Curry-Sauce, den geriebenen Apfel und den Apfelsaft dazugeben. Zugedeckt je nach Fleischsorte 30-60 Min. schmoren lassen. Da ich Rindfleisch benutzt habe, hat es länger gedauert bis das Fleisch weich war.
Während der Schmorzeit gibt man das Gemüse nach und nach hinzu. Bei kurzer Schmorzeit kann man das Gemüse auch gleich am Anfang komplett dazugeben.
Ich habe nach 10 Min. die in groben Stücken geschnittenen Zwiebeln hinzugefügt.
Nach weiteren 10 Min. die Kartoffeln.

Nach weiteren 15 Min. als letztes die Karotten, die ich in zuerst in Scheiben und dann noch mal in Hälften geschnitten habe.
Noch weitere 15-20 Min. das Curry köcheln lassen. Währenddessen das Curry nochmal abschmecken. Wenn das Curry zu flüssig ist, kann man es noch mit dunklen Sossenbinden etwas eindicken.
Das fertige Curry mit Reis auf einem Teller servieren. Guten Appetit!
Tipps:
- Es lohnt sich einen großen Topf davon zu kochen und es für weitere Gerichte aufzuheben und einzufrieren.
- Für eine vegetarische Variante kann man Seitan benutzen (habe ich noch nicht versucht, aber kann es mir gut vorstellen ;) 

7 comments

Jelane
13. Oktober 2012 um 13:45

Das ist ein lebensrettendes Rezept! Über Jahre hinweg habe ich nun die 'Fertig-Pasten' für japanisches Curry gekauft, die waren auch gut, aber herkömmlich ist es doch am Schönsten.

Das Rezept schmeckt super, ich runde es immer noch mit ein wenig Vollmilchschokolade ab (Klingt irritierend, passt aber tatsächlich, solange es nicht zuviel ist).

15. Oktober 2012 um 21:48

@Jelane Hallo Jelane, es freut mich, dass dir mein Curry gut schmeckt. Das mit der Schokolade hört sich interessant an. Werde ich mal ausprobieren, wenn ich wieder Curry koche! Danke für den Tipp :)

Romy
26. Februar 2013 um 20:33

Kannst du mir sagen, was füreine Brühe du benutzt hast?Rinderbrühe, Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe?

3. März 2013 um 11:33

@Romy Hallo Romy,
Also ich verwende je nach Fleischsorte die entsprechende Brühe oder einfach Gemüsebrühe, da macht man nichts falsch ;) Ich benutze ja Brühepulver und habe alle Sorten immer im Küchenschrank. Wenn du selber Brühe kochst, würde ich Gemüsebrühe machen, da im Gericht ja schon so viel Fleisch ist.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen :)

Anonym
31. Januar 2015 um 10:31

Kann ich die Apfelmenge auch reduzieren da ich es nicht so säuerlich mag?

31. Januar 2015 um 22:33

@Anonym Die Apfelmenge kannst du natürlich verringern, aber es macht das Curry eigentlich nicht sauer. Nur etwas fruchtig und ergibt eine sehr leichte Süße zusammen mit dem Apfelsaft.

Anonym
15. Mai 2015 um 20:21

Das ist einfach nur ein großartiges Gericht! Die Süße durch den Apfel, die schöne Milde... Einfach nur herrlich, arigatou gozaimasu! <3

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