Mittwoch, 9. Mai 2012

"Rezept des Monats": Nama Choco in zwei Sorten- schnelle selbstgemachte Geschenkidee für den Muttertag

Heute habe ich mich an Nama Choco versucht. Nama Choco heisst so viel wie frische Schokolade, weswegen sie auch im Kühlschrank aufbewahrt werden muss. Dort hält sie sich 2-3 Tage. Die Pralinen schmecken leicht gekühlt auch am besten. Durch ihre Schokoladentrüffel ähnliche Konsistenz schmilzt sie zart im Mund.
Nama Choco wird häufig zum Valentinstag gemacht und verschenkt. Ich finde, dass es auch eine tolle Geschenkidee für den Muttertag ist. Diese Schokolade ist auch ein beliebtes Mitbringsel aus Japan. Leider habe ich noch kein japanisches Nama Choco gegessen, aber wenn ich mal in Japan bin, werde ich es auf jeden Fall probieren. Obwohl ich Schokolade eigentlich so gut wie nie esse, aber probieren tue ich immer gerne ;)

Rezepte dafür gibt es ganz viele im Internet. Ich habe mir so einige angeschaut und bemerkt, dass es eigentlich nur geschmolzene Schokolade mit frischer Sahne ist. Das Verhältnis ist 2:1. Man kann noch etwas Butter und auch Alkohol, wie Rum, hinzufügen.
Nur leider gilt das Verhältnis nur für dunkle Schokoladesorten und nicht für Weisse, deswegen ist mein Matcha Nama Choco weicher geworden und hat länger gebraucht, um schnittfest zu werden. Beim nächsten mal nehme ich halt weniger Sahne, damit es fester wird ;)

Bei meiner Suche bin ich auch auf den Youtube-Kanal von ochikeron (kann man sich genauer anschauen, denn dort gibt es viele japanische Rezepte) gestoßen. Sie hat dort ein ähnliches Rezept mit Video-Anleitung. Was ich besonders toll finde, ist wie sie die Pralinen in kleinen Origami-Schachteln serviert. Da ich noch einige Blätter schönes Origami-Papier da habe, musste ich diese niedlichen Schachteln auch basteln, was wirklich sehr einfach und schnell geht und einiges her macht, besonders wenn man die Schokolade verschenken möchte. Wer kein Origami-Papier hat, kann auch Geschenkpapier verwenden, das auf eine Größe von 15 cm X 15cm zugeschnitten wurde.

Dann habe ich noch nach weiteren Origami-Schachteln geschaut und bin bei happypuppytruffles fündig geworden. Nach ihren Anleitungen habe ich die große Box mit Deckel gemacht (Foto oben), und zwar aus Geschenkpapier. Der Boden der Schachtel wird nach dieser Anleitung gemacht und der Deckel nach dieser.....heheehehe...ich finde meine kleine Pralinenschachtel sieht aus wie gekauft ;)
 

Hier sind die Zutaten, die ich für die Pralinen verwendet habe:
Für die dunklen Nama Choco:
100g Edelbitterschokolade
100g Vollmilchschokolade
100g Sahne, flüssig
10g Butter
evtl. 2 Teel. Alkohol (z.B. Rum)
zum Bestäuben 2 Teel. Kakao-Pulver

Für die Matcha Nama Choco:
200g weisse Schokolade
100g Sahne, flüssig (besser weniger verwenden)
10g Butter
2 Teel. Matcha-Pulver, gesiebt
zum Bestäuben je 1 Teel. Matcha und Speisestärke vermischen und sieben
Die Fotos zeigen die Zubereitung für die dunklen Nama Choco.
Die Schokolade in kleine Stücke hacken.
Die Sahne mit der Butter zum Kochen bringen und den Herd gleich ausschalten. Dann die gehackte Schokolade hineingeben und alles so lange rühren bis die Schokolade geschmolzen ist und die Masse glatt ist. Wenn man Alkohol hinzufügen möchte, gibt ihn jetzt hinein.
Ein kleines quadratisches oder rechteckiges Gefäß mit Frischhaltefolie auslegen. Ich habe eine Glasfrischhaltedose in der Größe 12cm X12cm verwendet. Das Gefäß sollte nicht zu groß sein, damit die fertigen Pralinenstücke nicht zu flach werden.
Die Masse hineingeben, glatt streichen und im Kühlschrank erhärten lassen. Das hat bei mir etwa 4-5h gedauert.
Dann wird der Block mit einem Messer in kleine Quadrate geschnitten und mit Kakaopulver bestäubt.
Fertig sind die leckeren Pralinen! Meiner Familie schmecken sie sehr gut.

Die Matcha Nama Choco werden genauso gemacht.




Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Kokos Nama Choco sehr lecker schmeckt. Ich habe da auch schon eine Idee für ein Rezept. Vielleicht starte ich die kommenden Tage mal einen Versuch :)
Also wer noch kein Geschenk für seine liebe Mama hat, kann sich ja mal an diese Pralinen versuchen, dazu noch das selbstgebastelte Schächtelchen. Wer die Pralinen-Auswahl etwas vergrößern möchte, kann auch die einfachen Matcha Pralinen dazu machen. Da wird sich die Mama bestimmt freuen. Ich würde mich sehr darüber freuen ;)

13 comments

9. Mai 2012 um 21:45

Das mit Schachteln basteln find ich cool, danke für den Tip! :)
Nur so nebenbei, hatte auch mal verschieden Nama Choco-Variationen getestet und hatte übrigens auch das gleiche Problem mit weißer Schokolade...^^

Grüße

9. Mai 2012 um 21:47

Ich glaub, die Idee mach ich dir nach ^^... sollte ich die Zeit finden -_- Mein Plan war ja blaue Orchideen zu kaufen.

10. Mai 2012 um 09:06

@Ekolabine Hi Ekolabine, diese Geschenkidee geht wirklich sehr schnell. Du kannst dir die Arbeitschritte aufteilen. Erst die Schokolade machen, die kann ruhig länger im Kühlschrank warten. Dann die Schachteln falten. Die Pralinchen zurecht machen kannst du ganz zum Schluss erledigen :) Ich hoffe, du findest die Zeit dazu. Wenn nicht hebst du dir die Idee bis zum nächsten Jahr auf ;)

10. Mai 2012 um 09:09

@fryda Gern geschehen! Bei den Boxen gibt es auch so viele schöne Variationen.
Ich denke es liegt einfach an der Zusammensetzung der weissen Schokolade. Aber jetzt weiss ich ja, dass ich nicht so viel Sahne hinzufügen darf.

13. Mai 2012 um 14:44

Hi charsiubau!
Die dunklen sind bei mir einigermaßen gut geworden, aber die Maccha Nama Choco könnte man gut als Schleim für Comics benutzen XD

15. Mai 2012 um 08:47

@Pika98 Hallo Pika98, hast du für die Matcha Nama Choco weniger Sahne verwendet? Würde mich sehr interessieren, denn ich wollte ja noch einen anderen Versuch starten.
Waren sie denn noch genießbar? Denn wie Schleim waren meine nicht gewesen, halt nur weich, aber nach einer Nacht im Kühlschrank war die Konsistenz wie eine etwas festere Trüffelfüllung in Pralinen. Eigentlich völlig ok, wenn es keine Nama Choco sein soll ;)

15. Mai 2012 um 17:55

Hi :)
Es waren nur ca. 10g weniger, aber die konnte man nicht mal richtig schneiden XD Meine Nama Choco waren auch über Nacht im Kühlschrank. Aber wenigstens hat es mit den dunklen Nama Choco funktioniert ;)

Anonym
10. Juni 2012 um 03:01

hier meldet sich gelernte konditorin zu wort :-) diese nama choco scheint dasselbe zu sein, was man in deutschland als "canache" oder "ganasch" bezeichnt, das wird aber meistens zum füllen von torten und pralinenhohlkörpern verwendet. Je heller die schokolade, desto weniger sahne nimmt man, weil die dunkleren schokosorten mehr kakaobutter enthalten, die natürlich härter ist. "nama choco" hört sich aber toller an, als "mutti, hier canachepralinen für dich.." :-) Nastja

12. Juni 2012 um 11:22

@Anonym Hallo Nastja, danke für deine Erklärungen. Also auf jeden Fall Sahne um einiges Reduzieren.

LG
charsiubau

6. Mai 2013 um 19:36

Sieht sehr lecker aus :)
Danke für den Tipp!
Sind die dunklen Nama Choco nach dem sie abhärtet sind aber richtig hart oder trotzdem noch etwas "cremig, weich" ?

7. Mai 2013 um 14:03

@Mari St. Danke für deinen Kommentar.

Die dunklen Nama Choco sind nicht hart. Die Konsistenz ist weich, wenn man reinbeisst. Es knackt nichts ;) Die Schokolade ist gerade fest genug, um ihre Form zu halten und geschnitten zu werden.

20. September 2013 um 00:32

:P
Ich nehme den Valentinstag zum Anlass, Nama Choco zu machen! Ansonsten kaufe ich sie eher im Supermarkt :)
Jedenfalls liebe ich die Schokolade xD
Liebe Gruesse
Kumiko

20. September 2013 um 21:37

@kumiko yamaguchi Ich würde auch gerne mal gekaufte Nama Choco probieren. Gibt es hier aber leider nicht, zumindest habe ich noch keine gesehen.

Aber selber machen ist auch nicht so schwer :)

LG
charsiubau

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