Sonntag, 21. August 2011

"Rezept des Monats": Tako-yaki (japanische Teigbällchen mit Oktopus)

Auf Wunsch einer Leserin stelle ich heute ein Rezept für Tako-yaki vor. Tako-yaki sind kleine, etwa Tischtennisball große Teigkugeln, die in einer speziellen Pfanne gebacken werden. (Hier habe ich etwas über diese Pfanne geschrieben.) Tako-yakis sind innen mit einem kleinen Stück gekochtem Oktopus-Tentakel, Beni Shoga (rote eingelegte Ingwer-Streifen), Tenkasu (frittierter Tempurateig) und Frühlingszwiebeln gefüllt. Serviert werden sie mit Mayonaise, Okonomiyaki-Sauce (ich verwende auch hier meine geliebte Tonkatsu-Sauce), Aonori und Katsuobushi-Flocken. Wir mögen Takoyaki sehr gerne. Und auch kalt sind sie noch sehr lecker, deswegen packe ich manchmal, wenn Reste da sind, welche ins Bento. Zum Einfrieren sind sie auch geeignet. Sie lassen sich im Ofen gut aufbacken.
Die Zubereitung ist eigentlich recht einfach, wenn man den Dreh heraus hat.

In Japan sind Tako-yaki ein beliebter Snack, der an kleinen Ständen verkauft wird, häufig auch auf Volksfesten und in Vergnügungsparks. Selbst in Hongkong sind diese kleinen Oktopusbällchen recht beliebt. Hier habe ich sie mal probiert.

Man braucht für etwa 32 Stück:
Teig:
220g Weizenmehl
1 Essl. Speisestärke
2 Teel. Dashi-Pulver 
1 Teel. Zucker
Prise Salz
1/2 Teel. Backpulver
675 ml Wasser
2 Eier
Füllung:
150g gekochte Oktopus-Tentakel, grob gewürfelt
2 Stangen Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten 
Tenkasu (hatte ich nicht gehabt, kann man auch weglassen)
etwa 5 Essl. Beni Shoga 

Ein Schaschlikspieß aus Metall oder auch Holz zum Wenden der Kugeln.

Die trockenen Zutaten für den Teig gut vermischen. Dann das Wasser und die Eier hinzufügen und alles gut verrühren. Der Teig sollte recht flüssig und klümpchenfrei sein. Etwa 10 Min. ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Takoyaki-Pfanne aufheizen. Da ich eine Edelstahlkochplatte für die Pfanne verwende, dauert das Aufheizen etwas länger. Deswegen heize ich sie gleich auf, sobald der Teig angerührt ist.
Die Mulden der Pfanne werden hierfür großzügig eingeölt.
Wenn die Pfanne richtig rauchend heiss ist, gebe ich den Teig in die Pfanne. Ich fülle sie richtig voll.
Dann legt man in jede Mulde ein Stückchen Oktopus. Es macht überhaupt nichts, wenn der Teig aus den Mulden überläuft. Danach noch Beni Shoga, Frühlingszwiebeln und evtl. Tenkasu darauf verteilen.
Nun muss man warten bis die Unterseite der Kugeln ein wenig gebräunt sind, das Innere soll noch flüssig sein. Ich lasse meine Herdplatte meist auf höchster Stufe. Jetzt nimmt man seinen Schaschlikspieß und kratzt damit den Teig zwischen den Mulden locker. Der knifflige Teil kommt noch ;)
Nun mit dem Spieß in eine Kugel stechen bis man die Pfanne spürt und geschickt mit einer Drehung die Unterseite nach oben drehen. Mit allen Kugeln so verfahren. Da das Innere der Kugeln noch flüssig ist, wird der flüssige Teig beim Wenden in die Mulde laufen und dann die andere Hälfte der Kugel formen....hehhehe...ich hoffe, Ihr versteht diese Beschreibung. Noch sehen die Teigkugeln nicht gut aus. Denn die Arbeit ist noch nicht zuende. Man muss noch die kleinen "Teigfetzen", die überall herausgucken, wieder in die Kugeln stopfen, auch das macht man alles mit dem Schaschlikspieß.
Ist das erledigt, dreht und wendet man die Kugeln bis sie schön rund und braun sind.
So das war's dann ;)))
Wie schon gesagt, hat man den Dreh heraus, ist es nicht schwer!
Man serviert die Takoyaki meist zu 8 Stück. Vorsicht beim Essen! Sie sind innen sehr heiss!



Bei Cooking with Dog gibt es ein Video zu Takoyaki. Da kann man gut sehen wie sie gemacht werden! Denn nur mit Worten erklären ist es schon recht schwierig ;)

Hier geht es zu den anderen "Rezepten des Monats"!

12 comments

21. August 2011 um 20:08

Mmmh, die sehen lecker aus. Auf dem Heimweg vom Schwimmen kam ich immer an einem Takoyaki-Stand vorbei. Da habe ich mir gerne (wenn das Taschengeld reichte *g*) welche geholt.
Takoyaki sind nicht nur lecker, sondern voller Erinnerungen.^^
aaah, ich vermisse sie.
(Ich glaub, meine Takoyaki-Pfanne hat schon Staub angesetzt. Schäm.)

Anonym
22. August 2011 um 11:18

das ist jetzt etwas unpassend ...
aber ich wollte fragen welchen reiskocher du verwendest, weil ich mir demnächst auch einen anscaffen möchte^^

23. August 2011 um 22:19

Hi marichan,
Heheheh...meine Erinnerung an meine ersten Takoyakis ist....eine verbrannte Zunge ;) Keiner hat mir gesagt, dass diese kleinen leckeren Bällchen so heiss sein können! Jedes Mal, wenn ich meinen Kindern welche mache, muss ich sie warnen ;)
Mach du doch auch mal wieder welche! Eine Pfanne hast du ja :)

23. August 2011 um 22:29

@Anonym: Ich habe einen Reiskocher mit verschiedenen Funktionen, den ich in Hongkong gekauft habe. Den gibt es hier leider nicht zu kaufen.
Aber vorher hatte ich einen einfachen von Rossmann gehabt, der war auch ok. Kleiner Tipp: Am kommenden Donnerstag gibt es bei Aldi-Nord einen Reiskocher für 15,99€. Sieht ganz gut aus und der Preis ist auch völlig ok. Vielleicht ist der etwas für dich.

30. August 2011 um 11:01

Die Oktopos-Kugeln sehen so lecker aus (ich bin eh ein Tintenfisch &Co Fan!) - aber ich glaube ich würde sie zuerst einmal von einem Profi gemacht bekommen, bevor ich einen Selbstversuch starte :)
LG

30. August 2011 um 19:13

@A76: Ich weiss gar nicht, ob es in Deutschland in irgendeinem Restaurant Takoyakis gibt. Aber wie wäre es, wenn du eine schöne Reise nach Japan machst und probierst sie dort mal ;) Das würde ich auch liebend gerne mal machen!

4. Dezember 2011 um 22:59

Hey, der Post ist zwar schon älter, aber ich hoffe du kannst mir trotzdem helfen.
Ich darf mir zu Weihnachten eine Takoyakipfanne aussuchen....
mein Problem ist jetzt nur, dass ich total überfordert damit bin ob die Pfannen für meinen Herd geeignet sind. Wir haben induktion, aber die meisten Takoyaki-pfannen haben untendrunter eine so seltsame Form, dass ich mir nicht vorstellen kann, sie auf etwas anderes als einen Gasherd zu stellen :(. Weißt du zufällig mehr?

5. Dezember 2011 um 15:05

Was ist das für eine braune Sauce, die auf die fertigen Takoyaki gestrichen wird?

5. Dezember 2011 um 15:52

@Riisa: Du kannst ruhig Fragen stellen, egal wie alt der Post ist :) Also meine Schwester hat eine einzelne Induktionsplatte und sie verwendet genau dieselbe Takayaki-Pfanne drauf. Klappt wunderbar. Meine Pfanne ist gusseisern. Ich denke darauf muss du halt achten, damit sie auf deinem Induktionsherd funktioniert. Ich hoffe, dass du eine passende Pfanne finden wirst. Wenn du noch mehr Fragen hast, einfach melden ;)

@Rena: Die braune Sauce ist Tonkatsu-Sauce. Normalerweise kommt, glaube ich Okonomiyaki-Sauce drauf, aber die gibt es nicht bei uns zu kaufen und ein Rezept dazu habe ich auch nicht gefunden, aber ich finde meine selbstgemachte Sauce sehr lecker dazu.

LG
charsiubau

Anonym
25. Februar 2013 um 21:19

Hallo ich hab mich an die Takoyaki versucht und egal wie ich es mache die sind von innen immer matschig... ist das normal???

3. März 2013 um 11:38

@Anonym Aussen sind sie knusprig, aber auch nur wenn sie frisch aus der Pfanne kommen. Innen sind sie weich, ja vielleicht auch schon matschig. Ist also richtig so.

Schmecken sie dir denn?

28. September 2015 um 18:43

Hi
Ich weiß nicht ob du bei diesem Post noch die Kommentare anschaust, aber ich könnte deinen Rat gebrauchen. Ich habe diese Takoyaki Pfanne bei einem Onlineshop entdeckt bei dem ich sowieso gerne bestellen würde (also perfekte Gelegenheit). Leider steht dort nicht allzuviel über die Pfanne. ist dir diese Pfanne vielleicht schonmal untergekommen? Ich tue mich schwer einzuschätzen ob der Preis ok ist und ob die Pfanne auf meinem elek. Ceran Kochfeld funtionieren wird. http://shochiku-online.com/de/haushaltswaren-/3960-ishikaki-takoyaki-club-pan-.html

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